Spreehafenviertel | Die ersten Entwurfsideen wurden überarbeitet: Zweite Diskussionsrunde mit den Planungsteams

Mo, 13/11/2017 - 11:19 -- Sonja Krauss
 
Die Entwurfsideen für das Spreehafenviertel wurden nach einer ersten Präsentation überarbeitet und am 02.11. in einem Workshop im Stadtteil öffentlich vorgestellt. Bürger*innen konnten wieder mit den Planungsteams diskutieren: Wurden die Anforderungen aus dem Stadtteil gut umgesetzt? Wo könnte noch etwas verbessert werden?
 
Über 60 Bürger*innen haben beim Workshop mit den Planungsteams diskutiert. In einem Protokoll hat Perspektiven! alle Rückmeldungen zusammengefügt, die die Bürger*innen aufgeschrieben haben. Außerdem steht in dem Protokoll eine Zusammenfassung der Diskussionen zu jedem Entwurf. Die Planungsteams bekommen dieses Protokoll, damit sie bei ihrer weiteren Arbeit die Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge der Bürger*innen berücksichtigen können.
>> Download des Protokolls am Seitenende
 
 
Die zentralen Aussagen zu den Entwürfen:
 
Sämtliche Rückmeldungen zu den jeweiligen Entwürfen findet ihr im Protokoll. Einige davon haben wir herausgegriffen, weil sie für alle Entwürfe gelten:
>> Bilder zu den überarbeiteten Entwürfen gibt es hier!
 
Das Thema Grün spielt weiterhin eine besondere Rolle im Spreehafenviertel. Die Grünflächen sollen möglichst „wild“ bleiben. So viele Bäume wie möglich sollen erhalten werden, denn bis neue Bäume groß sind, dauert es viele Jahre. Die Grünflächen die bleiben bzw. entstehen, sollen zusammenhängend sein und für alle zugänglich, damit alte und neue Nachbarn sich dort begegnen können. Zu den geplanten Sportflächen gab es die Frage, wie die Wohnhäuser, die bereits auf der anderen Kanalseite stehen, vor Sportlärm geschützt werden können.
 
Einige Bürger*innen möchten, dass mehr Grünflächen erhalten bleiben, als in den jetzigen Entwürfen vorgesehen. Wie das klappen könnte, dazu gibt es verschiedene Ideen: Es könnten z.B. weniger Wohnungen gebaut werden. Oder die Wohngebäude könnten höher gebaut werden – wie hoch die Gebäude maximal werden sollen, darüber herrscht aber weiter Uneinigkeit.
Auch zur Frage, ob nicht in Wilhelmsburg mehr Sozialwohnungen gebaut werden sollten, gibt es verschiedene Meinungen: Es werden viele günstige Mietwohnungen gebraucht, durch ein vielfältiges Wohnungsangebot entsteht dafür eine soziale Mischung.
 
Diskutiert wurde auch, wie gut Gewerbe und Wohnen zusammenpassen – auf der einen Seite kann durch Gewerbe mehr Lärm und Verkehr entstehen, auf der anderen Seite bringen z.B. Cafés und Läden aber auch Belebung ins Quartier. Es soll aber auch keine Konkurrenz zu den Geschäften entstehen, die es in der Nachbarschaft schon gibt.
 
Beim Thema Verkehr wurde viel über den besten Ort für einen Fahrradweg durch das Quartier diskutiert. Am Kanal entlang wäre der Weg zwar attraktiv, könnte dort aber Ruhesuchende stören. Außerdem fällt im Grünen Laub an, das den Radweg rutschig machen würde.
Positiv bewertet wurde die Idee, über Fußgängerbrücken für mehr Verbindungen in die Nachbarschaft zu sorgen.
 
 
 
Jetzt haben die Planungsteams nochmals Zeit, ihre Entwürfe zu überarbeiten. Am 28.11. werden dann die finalen Entwürfe gezeigt und von den Bürger*innen in einem Votum bewertet. Danach wählt eine Jury den Siegerentwurf. Also: jetzt nochmal mitreden! Dienstag 28.11., ab 18:00, Ganztagsschule Fährstraße.
 
Bürger*innen konnten von Anfang an Einfluss auf die Planungen nehmen
 
Grundlage für die Arbeit der Planungsteams ist die Auslobung. Darin stehen unter anderem die Anforderungen der Bürger*innen an das Spreehafenviertel. Was eine Auslobung genau ist und wie die Bürger*innenanforderungen da rein kommen wird hier kurz erklärt.
Den Bericht und das Protokoll zum ersten Workshop mit den Planungsteams sind hier zu finden.
 
 
Download: Perspektiven!-Protokoll #2 (Anmerkungen der Bürger*innen, die auch im vollständigen Protokoll enthalten sind)
 
Foto: Jo Larsson/ IBA Hamburg GmbH 2017
 
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