Spreehafenviertel | Die Juryentscheidung ist gefallen!

Mo, 18/12/2017 - 16:12 -- Sonja Krauss
 
Der Gewinnerentwurf steht fest: Team BIWERMAU macht das Rennen
 
Drei Planungsteams haben seit August an Vorschlägen gearbeitet, wie das Spreehafenviertel – das Quartier, das zwischen Ernst-August-Kanal und dem namensgebenden Spreehafen entstehen soll – einmal aussehen könnte. Nun hat eine Jury entschieden, welcher der Entwürfe Grundlage für die weiteren Planungen werden soll.
 
Bürger*innenfavorit siegt nicht – und doch waren Anforderungen der Bürger*innen ein wichtiges Kriterium für die Entscheidung der Jury
 
Die Jury hat sich einstimmig für die Arbeit des Planungsteams BIWERMAU Architekten BDA und WES LandschaftsArchitektur entschieden. Nun machte am Ende ein Entwurf den ersten Platz, der kein Favorit der Bürger*innen war. Dennoch waren die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens ein zentraler Bestandteil der Diskussion der Jury. So fiel die Entscheidung für den Entwurf von BIWERMAU auch gerade deshalb, weil hier – im Gegensatz zu den anderen Entwürfen – von der Jury das größte Potential gesehen wird, wichtige Bürger*innenanforderungen später tatsächlich realisieren zu können.  Dazu zählt insbesondere der Wunsch nach Erhalt von zusammenhängenden Grünflächen. Das sei in diesem Entwurf durch mehrere Anpassungen möglich, für die die Jury bereits Vorschläge gemacht hat und die nun konkret geprüft werden.
 
Insbesondere die Freiraumgestaltung des Entwurfs erntete von Bürger*innen Kritik, während z. B. die überwiegende Trennung von Wohnen und Gewerbe durch die Einrichtung eines Gewerbeblocks unterschiedlich bewertet und die Radverkehrsplanung gelobt wurde.
 
Weitere Beteiligung bei Bearbeitung der Pläne steht an
 
Bei der nun anstehenden Überarbeitung des Entwurfs sollen die Bewohner*innen der Elbinseln erneut die Möglichkeit bekommen, ihre Anforderungen für die neue Nachbarschaft einzubringen. Die IBA Hamburg GmbH möchte in einer gemeinsamen Veranstaltung mit Perspektiven! zu Beginn des nächsten Jahres (der Termin wird in Kürze angekündigt) die Entscheidung der Jury im Detail erläutern. Dabei geht es auch darum, gemeinsam zu diskutieren, welche Anpassungen möglich sind und wie der Gewinnerentwurf die Bürger*innenanforderungen am besten umsetzen kann.
 
Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor Hamburg, erklärte in der Pressekonferenz am 19.12. zur Entscheidung der Jury: „Durch einen guten Planungsprozess haben wir jetzt ein robustes städtebauliches und freiräumliches Grundkonzept für ein gemischtes neues Quartier am Spreehafen. Die Anregungen und Hinweise der Bürgerinnen und Bürger werden sehr stark die Überarbeitung und Weiterentwicklung des Entwurfes mitbestimmen.“
 
Perspektiven! ist weiterhin dabei
 
Über mögliche Änderungen an dem Entwurf gilt es nun also gemeinsam zu diskutieren und in einem ersten Schritt die Juryentscheidung genau zu erläutern. Perspektiven! setzt sich auch weiterhin dafür ein, dass Bürgerinnen und Bürger an der Verbesserung der Pläne für das Spreehafenviertel mitarbeiten können.
 
Die Bilder zu den finalen Entwürfen und das Protokoll mit den Ergebnissen des Bürger*innenvotums gibt es hier.
 
Die Ergebnisse aus der Abschlussveranstaltung mit Bürger*innenvotum hat Perspektiven! in der Jurysitzung vorgestellt und in die Diskussion eingebracht. Zudem hat Perspektiven! grundsätzliche Kritikpunkte von den Bürger*innensachverständigen vorgetragen, die mit in den sogenannten Sachverständigenvirprüfungen mitgearbeitet haben. Die Anmerkungen gelten für alle drei Entwürfe und sind hier zu finden:
 
Weitere Dokumente und Informationen zum gesamten Verfahren gibt es hier.
 
Foto: IBA Hamburg GmbH/BIWERMAU Architekten BDA und WES LandschaftsArchitektur
 
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