Spreehafenviertel | Diskussion des Siegerentwurfs – Empfehlungen der beteiligten Bürger*innen für die weiteren Bearbeitungsschritte

Di, 06/03/2018 - 11:41 -- Sonja Krauss
Am 20.02.2018 fand in der Aula der Ganztagsschule Fährstraße ein Workshop zur Erläuterung der Juryentscheidung im Verfahren "Spreehafenviertel" und zur Diskussion von möglichen Anpassungen am Gewinnerentwurf statt.
Für die anwesenden Bürger*innen stellte sich die Frage: Wie kann der Entwurf angepasst werden, damit er die Anforderungen der Bürger*innen besser erfüllt?
 
Erläuterung der Jury-Entscheidung
Am Ende des Workshopverfahrens zum Spreehafenviertel hat eine Jury aus drei Entwürfen den Entwurf ausgewählt, mit dem jetzt weiter geplant werden soll. Nun zählte dieser Entwurf vom Team BIWERMAU Architekten und WES Landschaftsarchitektur nicht zu den Favoriten der beteiligten Bürger*innen. Anders als in den Verfahren zum Rathausviertel und Elbinselquartier gingen die Einschätzungen von Bürger*innen und Jury am Ende des Verfahrens damit auseinander.
 
Die Jury hatte darum nach ihrer Sitzung einige Mitglieder benannt, die im Workshop zunächst erklärten, warum die Jury sich für diesen Entwurf entschieden hat. Anschließend gab es die Möglichkeit für alle Anwesenden, gemeinsam am Plan zu diskutieren, welche Anpassungsmöglichkeiten es noch gibt, damit der Entwurf die Anforderungen der Bürger*innen gut erfüllt.
 
 
Empfehlungen der beteiligten Bürger*innen für die Bearbeitung des Entwurfs
Das vollständige Protokoll mit allen Details gibt es am Ende der Seite zum Download.
  • Grünflächen erhalten und ein naturnahes Gesamtkonzept gestalten
  • Blockrandbebauung stärker öffnen
  • Lage und Gestaltung des Quartiersplatzes überdenken
  • Radwegeführung im Quartier überdenken
  • Öffentlichen Nahverkehr der Elbinseln ganzheitlich und bedarfsgerecht planen
 
In den nächsten Planungsschritten wird der Entwurf weiter bearbeitet – Bürger*innen sollen weiter mitreden können
 
Bis zum Bau des Spreehafenviertels müssen noch viele Fragen und Details geklärt werden, damit am Ende nichts fehlt. Der jetzt ausgewählte Entwurf ist die Grundlage für den „Funktionsplan“, der zeigt, wie die Ideen für das Spreehafenviertel umgesetzt werden können. Daraus entsteht dann der „Bebauungsplan“, in dem verbindlich festgelegt wird, was, wo und wie gebaut werden darf.
Auch in den anstehenden Planungsschritten setzt Perspektiven! sich dafür ein, dass Bürger*innen die Möglichkeit haben, mitzureden wie ihre Anforderungen umgesetzt werden können. Die IBA Hamburg hat einen ersten „Projektdialog“ noch für dieses Jahr angekündigt. Dort wird es Infos zum Planungsfortschritt geben. Perspektiven! interessiert dabei natürlich, wie weiter mit den Bürgerkriterien aus dem Verfahren gearbeitet wird.
 
 
 
 Foto: Bente Stachowske
 
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