Verfahren "Dratelnstraße"

Perspektiven! Miteinander planen für die Elbinseln
 

 

Beteiligungsverfahren zum städtebaulichen Wettbewerb

 „Wohnen für alle – mitten in Wilhelmsburg“

 
Im Zentrum Wilhelmsburgs, nördlich der Neuenfelder Straße und westlich der Dratelnstraße, soll ein neues Wohnquartier mit ca. 1000 Wohnungen entstehen. In einer ersten Entwicklungsphase ist ein städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb ausgerufen, an dem vier Planungsteams (Architekt*innen, Stadtplaner*innen, etc.) teilnehmen.  Die Teams entwickeln Entwürfe für die grundlegenden Ideen für das neue Quartier: Welche Gebäudetypen sind vorstellbar, wo werden Frei- und Grünflächen geplant, wie wird das Gebiet für den Verkehr erschlossen,  usw.?
 
 
Bürger*innenbeteiligung zum frühestmöglichen Zeitpunkt!
 
Die Planungsteams, die an dem Wettbewerb teilnehmen, erarbeiten ihre Entwürfe auf der Basis einer sogenannten. „Auslobung“. Darin werden die Rahmenbedingen und die Aufgaben für den Wettbewerb beschrieben. Die „Auslobung“ stellt also auch die ersten Weichen für die Entwicklung des neuen Quartiers. Aus diesem Grund startet das Beteiligungsverfahren zu einem Zeitpunkt, an dem die Planungen noch offen sind: vor Erstellung der „Auslobung“ und vor Beginn des Wettbewerbs!
 
Bestandteile des Verfahrens
 
Durch ein vorgeschaltetes Beteiligungsverfahren mit aufsuchenden "Statteilgesprächen", Workshops und Infoveranstaltungen werden die Meinungen aus dem Stadtteil frühzeitig erhoben un in der „Auslobung“ verankert. Der begleitende Beteiligungsprozess startet dann mit einem gemeinsamen Auftakt („Gläserne Werkstatt“), der Bürger*innen und Planer*innen zusammenzubringt. Am Ende des Wettbewerbs werden die fertigen Entwürfe dann genau von Bürger*innen überprüft und ein klares Statement für das Preisgericht formuliert, das am Ende den besten Entwurf bestimmen wird.
 
 
  Vorgeschaltetes Verfahren 
  • Aufsuchende „Stadtteilgespräche“ mit Schüler*innen der Oberstufe des Helmut-Schmidt-Gymnasiums, Mitgliedern des Christlich-Muslimischen-Dialogkreises Wilhelmsburg, Besucher*innen des Eltern-Kind-Zentrums und einer Seniorentagesstätte, sowie zwei Gruppen von Bewohnerinnen und Bewohnern zwischen 35 und 50 Jahren
  • Öffentliche Infoveranstaltung: Was soll entstehen und welche Beteiligungsmöglichkeiten gibt es?
  • Öffentliche Infoveranstaltung des Bezirksamtes Hamburg-Mitte und des Amts für Verkehr zur Verkehrsplanung an der Dratelnstraße
  • Öffentlicher Workshop: Wer soll hier wohnen? Wie wollen wir hier wohnen?
  • Redaktionsgruppe: Teilnehmende des Workshops entwickeln einen Ergebnistext, der in die „Auslobung“ einfließt
Begleitendes Beteiligungsverfahren
  • Spaziergang durch das Planungsgebiet
  • Öffentliche „Gläserne Werkstatt“ zum Auftakt des Wettbewerbs
  • Öffentliche Präsentation der finalen Entwürfe und Überprüfung durch Bürger*innen: Welche Entwürfe erfüllen die Kriterien der Bürger*innen?
 
Was macht Perspektiven! im Verfahren "Dratelnstraße"?
 
Perspektiven! und seine Kooperationspartner, der Beirat für Stadtteilentwicklung Wilhelmsburg und der vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e.V., organisieren ein umfangreiches und wirkungsvolles Beteiligungsverfahren zum städtebaulichen Wettbewerb. Das grundlegende Ziel ist: Frühe Bürger*innenbeteiligung bei der Entwicklung eines neuen Quartiers in Wilhelmsburg-Mitte, um die Ideen und Vorschläge der hier lebenden Menschen in die Planungen einzubringen. Das geschieht in Absprache mit der IBA Hamburg GmbH, dem Bezirksamt Hamburg-Mitte und der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen.
Mit der Projektentwicklung ist die IBA Hamburg GmbH unter Federführung des Bezirksamts Hamburg-Mitte beauftragt worden. Die IBA Hamburg GmbH hat den Wettbewerb ausgelobt.
 
 
Der Wettbewerb ist entschieden - Ausblick
 
Die Entscheidung ist gefallen! Sieger des Wettbewerbs "Wohnen für alle – mitten in Wilhelmsburg" ist der Entwurf des Teams von DeZwarteHond und RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten.
 
Die Entscheidung der Jury spiegelt auch die Diskussionen wieder, die bei der Überprüfung der Entwürfe durch Bürger*innen im Rahmen der Abschlsspräsentation geführt wurden. Mit DeZwarteHond und RMP hat ein Team gewonnen, das nach eigenen Aussagen sehr darauf geachtet hat, die Anforderungen der Bürger*innen in ihre Planungen einzubeziehen.
Das Ergebnis zeigt, dass eine gute und wirkungsvolle Bürger*innenbeteiligung echte Qualitäten in die Planungen bringt!
 
Derzeit wird auf Grundlage dieses Entwurfs ein Funktionsplan und Bebauungsplan für das Projektgebiet entwickelt. Perspektiven! und seine Kooperationspartner setzen sich weiterhin für eine wirkungsvolle Bürger*innenbeteiligung auch in den nächsten Projektschritten ein.
 
 
Nützliches
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ansprechpartner(in):

Sören Schäfer - Perspektiven! Miteinander planen für die Elbinseln
040 752017-18
soerenschaefer@buewi.de
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